Am 10. September 2025, ist Welttag der Suizidprävention – ein internationaler Aktionstag, der von der Internationalen Suizidpräventionsvereinigung (IASP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, auf die hohe Zahl an Suiziden aufmerksam zu machen, Betroffene zu ermutigen und präventive Maßnahmen zu fördern.
Bedeutung des Welttags der Suizidprävention
- Im Jahr 2023 starben rund 10.300 Menschen in Deutschland durch Suizid – das entspricht etwa 1 % aller Todesfälle. Damit zählt Suizid zu den häufigeren Todesursachen, noch vor Verkehrsunfällen oder Drogenkonsum.
→ Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2024 - Besonders alarmierend: Suizid ist bei jungen Menschen unter 25 Jahren zur häufigsten Todesursache geworden – mit rund 500 Todesfällen im Jahr 2023 (das sind etwa 28 pro Tag).
→ Quelle: RTL.de, 2024 - Gespräche, Empathie und professionelle Hilfe können Leben retten. Der heutige Tag setzt genau hier an: durch Aufklärung, Enttabuisierung und konkrete Hilfsangebote.
Eltern-Kind-Entfremdung als Risikofaktor für Suizide
Eltern-Kind-Entfremdung (engl. Parental Alienation) bezeichnet das systematische Entfremden eines Kindes von einem Elternteil, meist im Zuge von Trennung oder Scheidung. Diese Form psychischer Gewalt kann tiefgreifende emotionale, psychische und soziale Folgen für Eltern wie Kinder haben – bis hin zu Suizidgedanken oder -versuchen.
Eine Auswertung von Erfahrungsberichten und nicht-repräsentativen Befragungen zeigt:
- 34 % der entfremdeten Elternteile berichten von Suizidgedanken,
- 4 % haben bereits einen Suizidversuch unternommen.
→ Quelle: papa-mama-auch.de
Diese Zahlen werden in offiziellen Statistiken kaum abgebildet, obwohl sie in der Praxis große Bedeutung haben. Der emotionale Schmerz, das Gefühl von Ohnmacht und gesellschaftlicher Unsichtbarkeit treiben viele Betroffene in suizidale Krisen.
📊 Zahlen, Bedeutung & Quellen im Überblick
| Thema | Zahl / Tatsache | Quelle |
|---|---|---|
| Gesamte Suizide 2023 in Deutschland | ca. 10.300 Fälle | Destatis, 2024 |
| Anteil an allen Todesfällen | ca. 1 % aller Todesfälle | Destatis, 2024 |
| Suizide bei Menschen unter 25 Jahren | ca. 500 Fälle / häufigste Todesursache | RTL.de, 2024 |
| Suizidgedanken bei entfremdeten Elternteilen | 34 % der Befragten | papa-mama-auch.de |
| Suizidversuche bei entfremdeten Elternteilen | 4 % der Befragten | papa-mama-auch.de |
Warum der Zusammenhang heute wichtig ist
Der Welttag der Suizidprävention ist nicht nur ein Gedenktag – er ist ein Aufruf zum Handeln. Gerade Elternteile, die von ihren Kindern entfremdet wurden, sind eine häufig übersehene Hochrisikogruppe:
- Sie erleben tiefen seelischen Schmerz, Ablehnung, Isolation und oft gesellschaftliche Entwertung.
- Viele erhalten keine angemessene psychologische oder juristische Unterstützung.
- Die Suizidrate unter diesen Elternteilen wird kaum öffentlich thematisiert – obwohl sie existiert.
Fazit
Am Welttag der Suizidprävention ist es dringend geboten, auch auf die verdeckte Krise entfremdeter Elternteile aufmerksam zu machen. Ihre psychische Not, ihr sozialer Ausschluss und ihre Suizidgefährdung müssen stärker in die öffentliche, medizinische und juristische Wahrnehmung rücken.
Suizidprävention bedeutet auch, Eltern-Kind-Entfremdung ernst zu nehmen.
Kennt ihr gefährdete Personen? Steht denen zur Seite. Sucht professionelle Unterstützung.